Vereinsstatuten

Statuten des Vereins Inklusion in Afrika, Hilfsorganisation für Familien mit beeinträchtigten Familienmitgliedern

ZVR-Zahl 1557019637

I. Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

   a) Der Verein führt den Namen "Inklusion in Afrika", Hilfsorganisation für Familien mit beeinträchtigten Familienmitgliedern

   b) Sitz des Vereines ist in 3264 Reinsberg, Hofsiedlung 4/2

   c) Der Verein ist schwerpunktmäßig in Kenia, speziell im Bezirk Kilifi tätig.

   d) Die Errichtung von Zweigvereinen ist nicht vorgesehen.

 

 II. Vereinszweck

Der gemeinnützige Verein dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, unterstützt die Bekämpfung von Armut und Not von Familien mit beeinträchtigten Familienmitgliedern in Kenia durch Förderung der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung. Dies soll zum nachhaltigen wirtschaftlichen Wachstum führen und zu einem strukturellen und sozialen Wandel. Er bezweckt:

   a) Unterstützung von Selbsthilfeaktivitäten

   b) die Förderung der Schulbildung für Kinder mit Beeinträchtigung

   c) die Förderung der Berufsausbildung z.B. an Fachschulen oder einer Berufslehre für Menschen mit Beeinträchtigung

   d) die Unterstützung von hilfsbedürftigen Familien mit beeinträchtigten Familienmitgliedern

   e) die Abwicklung von Projekten die beeinträchtigte Menschen fördern um Ihre Lebensqualität langfristig zu verbessern

   f) die Unterstützung bei anfallenden Arztkosten, Operationen, Medikamenten oder benötigten Hilfsmittel

   g) die Vermittlung und Übernahme von Patenschaften für beeinträchtigte Menschen aus dem Bezirk Kilifi in Kenia

 

III. Mittel zur Errichtung des Vereinszweckes

  1. Der Vereinszweck soll durch die in Punkt 2. und 3. angeführten ideellen und materiellen Mittel errichtet werden.
  2. Als ideelle Mittel dienen   

   a) Organisation von Projekten die der Erzielung des Vereinszweckes dienen

   b) Vorträge zur Aufklärung

   c) Versammlungen

   d) Diskussionsveranstaltungen

   e)Ausgabe von Broschüren, Mitteilungsblättern, und sonstigen Publikationen

 3.Die erforderlichen materiellen Mittel sollten aufgebraucht werden durch

   a) Mitgliedsbeiträge

   b) Spenden, Sammlungen, Vermächtnisse, Schenkungen

   c) Beiträge für Patenschaften

   d) Sonstige Zuwendungen ( Sponsoren, Subventionen, öffentliche Gelder,….)

 

IV. Art der Mitgliedschaft

   a) Ordentliche Mitglieder, die sich aktiv an der Vereinsarbeit beteiligen

   b) Außerordentliche Mitglieder, sind unterstützende Mitglieder welche die Vereinsziele durch ihren Mitgliedsbeitrag unterstützen.

   c) Ehrenmitglieder sind Personen, die wegen besonderer Verdienste um den Verein dazu ernannt werden.

 

V. Beiträge

   a) Der Mitgliedsbeitrag für ordentliche und außerordentliche Mitglieder beträgt derzeit € 30,-- pro Jahr

   b) Bei Übernahme einer Patenschaft ist derzeit ein monatlicher Beitrag ab € 30,-- zu entrichten

   c) Mitgliedsbeiträge sind für das gesamte Kalenderjahr im Voraus zu entrichten

   d) Das Vereinsjahr beginnt mit 1.1. jeden Jahres.

 

VI. Erwerb der Mitgliedschaft

   a) Über eine Aufnahme von ordentlichen Mitgliedern entscheidet der Vorstand aufgrund eines schriftlichen Antrags mit einfacher Stimmenmehrheit. Die Aufnahme kann ohne Angaben von Gründen verweigert werden.

   b) Die bloße Einzahlung eines Mitgliedbeitrages ist als Antrag auf Aufnahme eines außerordentlichen Mitgliedes zu verstehen

   c) Mitglieder des Vereins können physische Personen sowie juristische Personen werden

   d) Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf einstimmigen Beschluss des Vorstandes

 

VII. Beendigung der Mitgliedschaft

   a) Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, bei juristischen Personen und rechtsfähigen Personengesellschaften durch Verlust der Rechtspersönlichkeit, durch freiwilligen Austritt und durch Ausschluss.

   b) Der Austritt kann nur zum Dezember jeden Jahres erfolgen. Er muss dem Vorstand mindestens 3 Monate vorher schriftlich mitgeteilt werden. Erfolgt die Anzeige verspätet, so ist sie erst zum nächsten Austrittstermin wirksam. Für die Rechtzeitigkeit ist das Datum der Postaufgabe maßgeblich.

   c) Der Vorstand kann ein Mitglied ausschließen, wenn dieses trotz schriftlicher Mahnung unter Setzung einer angemessenen Nachfrist länger als sechs Monate mit der Zahlung der Mitgliedsbeiträge im Rückstand ist. Die Verpflichtung zur Zahlung der fällig gewordenen Mitgliedsbeiträge bleibt hievon unberührt.

   d) Patenschaften können Ende jeden Monats ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

   e) Der Ausschluss eines Mitglieds aus dem Verein kann vom Vorstand auch wegen grober Verletzung anderer Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens verfügt werden.

   f) Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft kann aus den im Abs. 4 genannten Gründen von der Generalversammlung über Antrag des Vorstands beschlossen werden.

 

VIII. Rechte und Pflichten der Mitglieder

   a) Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen. Das Stimmrecht in der Generalversammlung sowie das aktive und passive Wahlrecht steht allen Mitgliedern zu.

   b) Jedes Mitglied ist berechtigt, vom Vorstand die Ausfolgung der Statuten zu verlangen.

   c) Mindestens ein Zehntel der Mitglieder kann vom Vorstand die Einberufung einer Generalversammlung verlangen.

   d) Die Mitglieder sind in jeder Generalversammlung vom Vorstand über die Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereins zu informieren. Wenn mindestens ein Zehntel der Mitglieder dies unter Angabe von Gründen verlangt, hat der Vorstand den betreffenden Mitgliedern eine solche Information auch sonst binnen vier Wochen zu geben.

   e) Die Mitglieder sind vom Vorstand über den geprüften Rechnungsabschluss (Rechnungslegung) zu informieren. Geschieht dies in der Generalversammlung, sind die Rechnungsprüfer einzubinden.

   f) Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnte. Sie haben die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten. Die ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder sind zur pünktlichen Zahlung der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge in der von der Generalversammlung beschlossenen Höhe verpflichtet.

 

IX. Vereinsorgane

Organe des Vereins sind die Generalversammlung, das Leitungsorgan (Vorstand), die Rechnungsprüfer und das Schiedsgericht.

 

X. Generalversammlung

   a)Die Generalversammlung ist die „Mitgliederversammlung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Eine ordentliche Generalversammlung findet alle 4 Jahre statt.

   b) Eine außerordentliche Generalversammlung findet auf

  1. Beschluss des Vorstands oder der ordentlichen Generalversammlung,
  2. schriftlichen Antrag von mindestens einem Zehntel der Mitglieder,
  3. Verlangen der Rechnungsprüfer,

binnen acht Wochen statt.

   c) Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin schriftlich, per Post oder per E-Mail (an die vom Mitglied dem Verein bekanntgegebene Postadresse oder E-Mail-Adresse) einzuladen. Die Anberaumung der Generalversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand oder durch die/einen Rechnungsprüfer

   d) Anträge zur Generalversammlung sind mindestens drei Tage vor dem Termin der Generalversammlung beim Vorstand schriftlich, per Post oder per E-Mail einzureichen.

   e) Gültige Beschlüsse – ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung – können nur zur Tagesordnung gefasst werden.

   f) Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung ist zulässig.

   g) Die Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig.

   h) Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Generalversammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Beschlüsse, mit denen das Statut des Vereins geändert oder der Verein aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer qualifizierten Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen.

   i) Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der/die Obmann/Obfrau, in dessen/deren Verhinderung sein/e/ihr/e Stellvertreter/in. Wenn auch diese/r verhindert ist, so führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.

 

XI. Aufgaben der Generalversammlung

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:

   a) Beschlussfassung über den Voranschlag;

   b) Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses unter Einbindung der Rechnungsprüfer;

   c) Wahl und Enthebung der Mitglieder des Vorstands und der Rechnungsprüfer;

   d) Genehmigung von Rechtsgeschäften zwischen Rechnungsprüfern und Verein;

   e) Entlastung des Vorstands;

   f) Festsetzung der Höhe der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge für ordentliche und für außerordentliche Mitglieder;

   g) Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft;

   h) Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Auflösung des Vereins;

   i) Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen.

 

XII. Vorstand

   a) Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern, und zwar aus Obmann/Obfrau, Schriftführer/in sowie Kassier/in.

   b) Der Vorstand wird von der Generalversammlung gewählt. Der Vorstand hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitglieds das Recht, an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist. Fällt der Vorstand ohne Selbstergänzung durch Kooptierung überhaupt oder auf unvorhersehbar lange Zeit aus, so ist jeder Rechnungsprüfer verpflichtet, unverzüglich eine außerordentliche Generalversammlung zum Zweck der Neuwahl eines Vorstands einzuberufen. Sollten auch die Rechnungsprüfer handlungsunfähig sein, hat jedes ordentliche Mitglied, das die Notsituation erkennt, unverzüglich die Bestellung eines Kurators beim zuständigen Gericht zu beantragen, der umgehend eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen hat.

   c) Die Funktionsperiode des Vorstands beträgt 4 Jahre; Wiederwahl ist möglich. Jede Funktion im Vorstand ist persönlich auszuüben.

   d) Der Vorstand wird vom Obmann/von der Obfrau, bei Verhinderung von seinem/seiner/ihrem/ihrer Stellvertreter/in, schriftlich oder mündlich einberufen. Ist auch diese/r auf unvorhersehbar lange Zeit verhindert, darf jedes sonstige Vorstandsmitglied den Vorstand einberufen.

   e) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte von ihnen anwesend ist.

   f) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des/der Vorsitzenden den Ausschlag.

   g) Den Vorsitz führt der/die Obmann/Obfrau, bei Verhinderung sein/e/ihr/e Stellvertreter/in. Ist auch diese/r verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied oder jenem Vorstandsmitglied, das die übrigen Vorstandsmitglieder mehrheitlich dazu bestimmen.

   h) Außer durch den Tod und Ablauf der Funktionsperiode (Abs. c) erlischt die Funktion eines Vorstandsmitglieds durch Enthebung (Abs. i) und Rücktritt (Abs. j).

   i) Der/Die Obmann/Obfrau kann nicht abgewählt werden. Ablauf dieser Funktion ist lediglich durch Tod oder Rücktritt des/der Obmanns/Obfrau selbst möglich.

   j) Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder entheben. Die Enthebung tritt mit Bestellung des neuen Vorstands bzw. Vorstandsmitglieds in Kraft.

   k) Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktritts des gesamten Vorstands an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw. Kooptierung eines Nachfolgers wirksam.

 

XIII. Aufgaben des Vorstands

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Er ist das „Leitungsorgan“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

   a) Einrichtung eines den Anforderungen des Vereins entsprechenden Rechnungswesens mit laufender Aufzeichnung der Einnahmen/Ausgaben und Führung eines Vermögensverzeichnisses als Mindesterfordernis;

   b) Erstellung des Jahresvoranschlags, des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses;

   c) Vorbereitung und Einberufung der ordentlichen und außerordentlichen Generalversammlung;

   d) Information der Vereinsmitglieder über die Vereinstätigkeit, die Vereinsgebarung und den geprüften Rechnungsabschluss;

   e) Verwaltung des Vereinsvermögens;

   f) Aufnahme und Ausschluss von ordentlichen und außerordentlichen Vereinsmitgliedern;

   g) Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereins.

 

XIV. Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder

   a) Der/die Obmann/Obfrau führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Der/die Schriftführer/in unterstützt den/die Obmann/Obfrau bei der Führung der Vereinsgeschäfte.

   b) Der/die Obmann/Obfrau vertritt den Verein nach außen. Schriftliche Ausfertigungen des Vereins bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschriften des/der Obmanns/Obfrau und des Schriftführers/der Schriftführerin, in Geldangelegenheiten (vermögenswerte Dispositionen) des/der Obmanns/Obfrau und des Kassiers/der Kassierin. Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern und Verein bedürfen der Zustimmung eines anderen Vorstandsmitglieds.

   c) Rechtsgeschäftliche Bevollmächtigungen, den Verein nach außen zu vertreten bzw. für ihn zu zeichnen, können ausschließlich der/die Obmann/Obfrau zusammen mit einem weiteren Vorstandsmitglied bzw. in finanziellen Angelegenheiten ausschließlich von Obmann/Obfrau zusammen mit dem Kassier/der Kassierin erteilt werden;

   d) Bei Gefahr im Verzug ist der/die Obmann/Obfrau berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstands fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen; im Innenverhältnis bedürfen diese jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.

   e) Der/die Obmann/Obfrau führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand.

   f) Der/die Schriftführer/in führt die Protokolle der Generalversammlung und des Vorstands.

   g) Der/die Kassier/in ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.

   h) Im Fall der Verhinderung treten an die Stelle des/der Obmanns/Obfrau, des Schriftführers/der Schriftführerin oder des Kassiers/der Kassierin ihre Stellvertreter/innen.

 

XV. Rechnungsprüfer

   a) Zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von 4 Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Rechnungsprüfer dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist.

   b) Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die Rechnungsprüfer haben dem Vorstand über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.

   c) Rechtsgeschäfte zwischen Rechnungsprüfern und Verein bedürfen der Genehmigung durch die Generalversammlung

 

XVI. Schiedsgericht

   a) Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist das vereinsinterne Schiedsgericht berufen. Es ist eine „Schlichtungseinrichtung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.

   b) Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass ein Streitteil dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichter schriftlich namhaft macht. Über Aufforderung durch den Vorstand binnen sieben Tagen macht der andere Streitteil innerhalb von 14 Tagen seinerseits ein Mitglied des Schiedsgerichts namhaft. Nach Verständigung durch den Vorstand innerhalb von sieben Tagen wählen die namhaft gemachten Schiedsrichter binnen weiterer 14 Tage ein drittes ordentliches Mitglied zum/zur Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los. Die Mitglieder des Schiedsgerichts dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Streitigkeit ist.

   c) Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung nach Gewährung beiderseitigen Gehörs bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.

 

XVII. Freiwillige Auflösung des Vereins

   a) Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.

   b) Diese Generalversammlung hat auch – sofern Vereinsvermögen vorhanden ist – über die Abwicklung zu beschließen. Insbesondere hat sie einen Abwickler zu berufen und Beschluss darüber zu fassen, wem dieser das nach Abdeckung der Passiven verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen hat. Dieses Vermögen soll, soweit dies möglich und erlaubt ist, einer Organisation zufallen, die gleiche oder ähnliche Zwecke wie dieser Verein verfolgt, sonst Zwecken der Sozialhilfe.