Die Entstehungsgeschichte von Inklusion in Afrika.

Veröffentlicht am 15. Juni 2023 um 20:24

Mein Name ist Beate Pfister und ich bin die Gründerin von Inklusion in Afrika. Die Betreuung und das Verständnis für beeinträchtigte Menschen durfte ich in der Lebenshilfe Niederösterreich kennen lernen. Ein Bewohner meiner Arbeitsstätte weckte mein großes Interesse der nonverbale Kommunikation. Um es Menschen ohne Wort- und Gebärdensprache zu ermöglichen ihre Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen mit uns zu teilen, uns etwas zu erzählen und sich mit anderen Menschen austauschen zu können begann ich für die Lebenshilfe Mostviertel eine Kommunikationsmappe mit Bildern und Symbolen zu erstellen. Ein weiteres großes Projekt von mir war, ein Kommunikationscomputer der für einen Mann ohne Wortsprache und körperlicher Beeinträchtigung auf seine Bedürfnisse von mir angepasst wurde und ich dafür Spendengelder zur Finanzierung sammelte. Durch eine Erkrankung war es mir leider nicht mehr möglich dieser Arbeit nachzugehen. Aufgegeben habe ich aber nur den Arbeitsplatz und niemals die Menschen, die mich mit viel Freude erfüllen und mich immer wieder beindrucken mit welcher Energie, Dankbarkeit und Liebe sie ihr Leben auf ihre Weise meistern.

Mir liegen nicht nur Menschen mit besonderen Bedürfnissen am Herzen,  sondern auch die Tiere, die es nicht so gut im Leben haben.  Besonders Hunde mag ich sehr und so holte ich mit der Zeit 3 süße kleine Freudenbündel aus Tierheimen zu mir. Warum nicht wieder aus einer Liebe einen Beruf machen? Und so beschloss ich eine Ausbildung zur Hundefriseurin zu machen. 2018 eröffnete ich meinen Hundesalon.

Seit 2016 unterstütze ich ein Patenkind in Afrika über eine große Hilfsorganisation und  natürlich wollte ich mein Patenkind auch einmal besuchen. 2023 war es dann endlich soweit und ich buchte meine Reise nach Kenia/Mombasa.

Auch eine Safari musste bei der Reise eingeplant werden. Dadurch lernte ich den Safariguide John kennen der sehr gut deutsch spricht. Wir verstanden uns sofort, da unter anderem unser beider Interesse die Tierwelt ist. Ich stellte ihm 1000 Fragen was die Kultur und das Leben in Kenia betrifft. Ich habe mich sofort in das Land verliebt und bin fasziniert von der Freundlichkeit dieser Menschen die einem immer ein Lächeln schenken und mit dem nötigsten zum Leben glücklich und dankbar sind. John erzählte mir unter anderem, von seiner Heirat mit Christin und dass er 2 Mädchen hat. Auch von den Bräuchen in Kenia, wie er aufgewachsen ist und vieles mehr. Dadurch entstand eine sehr gute Freundschaft. Zu Hause angekommen waren meine Gedanken immer wieder in Kenia. Einen eigenen Verein für Familien mit Behindertenangehörigen, das wäre das, was ich mir wünsche. Als Teenager wollte ich bei Ärzte ohne Grenzen arbeiten, was mir aber nie möglich war. Ein Verein, der klein und überschaulich ist, damit auch jeder € zu den Familien kommt und nicht im Verwaltungsapparat untergeht.  Ein Buch, das eine Gründerin einer Hilfsorganisation geschrieben hat, machte mir Mut und ich verwirklichte einen jahrzehntelangen Wunsch. Ich sprach mit John über meine Vorhaben und bat ihn, um Informationen zu Schulgeld, Kontakte und alles was benötigt wird. John war begeistert und gab mir sämtliche Informationen, die ich benötigte. Er machte mir auch die Zusage, mich vor Ort zu unterstützen. Meiner besten Freundin Silvia erzählte ich von meinen Plänen und auch sie zögerte nicht und gab mir sofort begeistert ihre Zusage, mich aktiv zu unterstützen und bei der Gründung dabei zu sein. Somit wurde am 4. Juli 2023 Inklusion in Afrika gegründet.

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.